VPN-Verbindung über die Fritz!Box einrichten.

Freie WLAN Zugänge finden sich mittlerweile fast überall: In Schnellrestaurants, Möbelhäusern, Cafés und dank der Freifunk-Community in fast jeder größeren Stadt.

Den Anbietern dieser Netzwerke könnte man natürlich vertrauen. Sicherer fährt man jedoch, wenn man ein paar Vorkehrungen trifft. So wäre es den Betreibern der Zugänge durchaus möglich, eingegebene Zugangsdaten, unverschlüsselten Schriftverkehr und noch einiges mehr abzufangen. Verhindern lässt sich das am einfachsten über die Verwendung eines VPN.

Über ein virtuelles privates Netzwerk (oder eben kurz: VPN) wird eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN-Server aufgebaut, welcher dann die eigentlichen Internetabfragen tätigt. Anbieter, welche einen Server gegen geringes Entgelt bereitstellen gibt es einige. Mit geringem Aufwand lässt sich aber auch selbst ein VPN Server einrichten. Für Privatanwender hat sich dabei der quelloffene OpenVPN etabliert. Noch ein wenig einfacher funktioniert die Einrichtung über die Fritz!Box Router der Firma AVM.

Ein solches Gerät mit dem unverkennbar altbackenem Design sorgt auch für meinen Zugang ins www. Die Erstellung eines Fernzugangs lässt sich damit komfortabel über das Web-Interface einrichten.

Unter: Internet -> Freigaben -> VPN-Verbindung lässt sich die Art der Verbindung bestimmen. Da die Box den Server stellen soll, wählt man hier den ersten Punkt „Fernzugang für einen Benutzer einrichten„.

Hat man bislang noch keinen Benutzer angelegt, ist dies nun nachzuholen. Dieser benötigt selbstverständlich auch die Berechtigung zur Nutzung des VPN Dienstes.

Darüber hinaus braucht es noch einen DynDNS Anbieter, um die Fritz!Box dauerhaft unter der selben Adresse erreichen zu können. Im Gegensatz zu einigen Standard-Routern, welche Provider für gewöhnlich bei Vertragsabschluss zur Verfügung stellen, ist die Fritz!Box mit zahlreichen Anbietern kompatibel.

Hat man sich für einen Anbieter entschieden, sind die bereitgestellten Zugangsdaten auch in der Fritz!box einzutragen. Die entsprechenden Einstellungen finden sich unter: Internet -> Freigaben -> DynDNS.

Sind alle Einstellungen gesetzt, wird über das Web-Interface die Einrichtung von Android- und iOS-Geräten erklärt. Unter Android sollte die Verbindung so direkt zustande kommen. Für iOS benötigt man eventuell noch weitere Einstellungen im Web-Interface.

Sollte es bei bestehender VPN-Verbindung zu Problemen mit dem Internetzugang über das iPhone kommen, müssen sowohl der „Teredo-Filter“ als auch der „NetBIOS-Filter“ deaktiviert werden. Diese Punkte finden sich unter: Internet -> Filter -> Listen.

Sind die Einstellungen gesetzt, muss die Verbindung neu aufgebaut werden. Zukünftig kann die VPN-Verbindung im Telefon einfach bei Bedarf zugeschaltet werden und der Internetverkehr läuft verschlüsselt über das Heimnetz. Nebenbei hat man den angenehmen Nebeneffekt, dass man auf freigegebene Inhalte des heimischen Netzwerkes zugreifen kann.

Einen 100% Schutz wird auch die VPN Verbindung nicht bieten. Es erschwert den Zugang zu euren Daten aber erheblich.

(Bildquellen: Fritz! – Logo und Fritz!Box Grafik – https://avm.de )

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